Wusstest du schon, dass es in der Stadt Bern ein Gaskraftwerk gibt? Ja, ein Gaskraftwerk. Oder genauer gesagt, das Gas- und Dampfkombikraftwerk Forsthaus, kurz GuD (Teil der Energiezentrale Forsthaus).
Erdgas und der Kehricht aus unseren blauen «Ködersäck» werden verbrannt, um Strom und Fernwärme für die Heizung von Gebäuden zu generieren. Rund ein Drittel des Stroms in der Stadt Bern und 15 Prozent der Wärme kommt von einem Kraftwerk, das wahrscheinlich nur die wenigsten kennen. Ausserdem hat der städtische Energieversorger EWB Verträge mit verschiedenen Energieunternehmen abgeschlossen, die Strom vom Kombikraftwerk kaufen.
Das System soll den Atomausstieg ermöglichen, das Verbrennen von Gas ist aber extrem klimaschädlich und die Stadt Bern will das Kraftwerk deshalb 2035 (statt wie ursprünglich geplant 2038) stilllegen.
Das reicht aber nicht und ist nicht klimagerecht! Die Stadt Bern muss bereits 2030 aus Erdgas aussteigen, wenn wir unsere Verantwortung gegenüber dem Globalen Süden und künftigen Generationen ernst nehmen und die Pariser Klimaziele erreichen wollen. Expert*innen haben uns bestätigt, dass das GuD früher abgeschaltet werden könnte, ohne die Stromversorgung zu gefährden, doch Stadt- und Gemeinderat haben eine frühere Abschaltung oder Umstellung des Gaskraftwerks abgelehnt.
Deshalb haben wir am Globalen Klimastreik am 11.4. wieder einen konsequenten Gasausstieg gefordert – und kein Erdgas in der Energiezentrale Forsthaus.
